Feeds:
Artikel
Kommentare

Der Orangen-Kaktusfeigen-Passionsfrucht-Saft hat laut Angaben des Herstellers ganz besondere Wirkungen. Oder was sollen die Wörter auf der Verpackung vermitteln?
Im Büro haben sie jedenfalls für einen langanhaltenden Heiterkeitsausbruch gesorgt.

Es wurde viel diskutiert und spekuliert, wer diesen Saft trinken sollte und was der Hersteller außer den genannten Früchten rein gemischt haben könnte.

Hier also die Übersetzung:
Blutkörperchen – dein Körper – wachsen – extra – Bedarf/Bedürfnis – Frau – Harmonie – entwickelt sich – munter – fertil.

Der Morgen danach

Der arme Schneemann wirkte nach der windigen und etwas zu warmen Nacht (jedenfalls aus der Sicht eines Schneemanns) am Morgen etwas kopflos. Ich musste ihm wieder auf die Beine Kugeln helfen. Nun lacht er wieder und bewacht als Türsteher mein Haus.

Kommt jetzt der Winter?
Es hat den ganzen Tag gestürmt und geschneit. Brrrr. Richtiges Drin-Bleibe-Wetter.

Aber zum Schneeschieben muss man ja dann doch vor die Tür. Und wenn man schon mal draußen ist und der Schnee so schön klebt, dann kann man auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Ich habe jetzt einen Bewacher für das Haus bekommen:

Und  dann hat er noch einen Abschiedskuss gekriegt.

 

Die Schweden sind nicht verlegen, wenn es darum geht, sich Wörter aus anderen Sprachen zu eigen zu machen.

Aus der englischen Sprache wird viel importiert und wenn man die Wörter liest, kann man sie auch wunderbar verstehen:

Zum Beispiel „lunch“, „muffin“, „bluff“ oder „konsult“.

Obwohl fast alle Schweden sehr gut englisch sprechen, haben sie für diese Wörter die schwedische Aussprache gewählt, und sprechen die Wörter so, wie sie da geschrieben stehen, also mit U!

Weitere englische Wörter sehen auf den ersten Blick komisch aus, aber das nur, damit die englische Aussprache erhalten bleiben kann:

„tape“ wird zu „tejp“ (Klebeband)
„e-mail“ wird zu „mejl
„rave“ wird zu „rejv“ (Musik)
„date“ wird zu „dejt“

Andere englische Wörter hat man eingeschwedet und die sehen nicht nur wunderlich aus, sondern hören sich auch so an:

Aus dem englischen „tough“ wurde ein schwedisches „tuff“. Aussprache wie oben, mit U.
Aus dem englischen „cool“  im Sinne von „Prima oder wow!“ wurde ein schwedisches „kul“. Sprich „kühl“.

Das hört sich dann auf alle Fälle nicht mehr so cool an. Aber man kann sich auch daran gewöhnen.

Meine Nachbarn haben Knallerbsensträucher. Die  Vögel in der Umgebung wissen das zu schätzen und finden sich gerne ein um die Sträucher zu plündern.

Gestern kam ein Gimpel (Dompfaff) in die Freiluftgaststätte und brachte auch seine liebe Gattin mit. Er und die Gimpelin  speisten ein ausgiebiges Menü, bestehend aus Knallerbsen am zarten Zweiglein mit einem Hauch von Knallerbsenduft. Das Mahl hat ihnen gemundet und sicher werden sie bald wiederkommen.

Bleibt bei mir nur eine Frage offen: Wenn der Nachbar Knallerbsensträucher hat, muss ich jetzt eigentlich einen Maschendrahtzaun bauen?

Gesammelte Werke

Bevor ich über die Feiertage nach Berlin gefahren bin, habe ich am 21. Dezember zum letzten Mal für 2011 meinen Briefkasten geleert. Als ich nach 2 Wochen wieder zurück kam, hatte der Briefträger außer Rechnungen und Werbung auch Tonaris gesammelte Werke gebracht. Es ist doch der Post tatsächlich gelungen, die Karte aus Jamaika innerhalb eines guten Monats in den schwedischen Wald zu liefern. Hut ab!
Und dann war ja da noch eine Karte: die Weihnachtspost.
Hab ganz lieben Dank, dass Du im Urlaub und auch Weihnachten an mich gedacht hast.

Welche von den beiden Karten eher ankam, werden wir aber nicht mehr in Erfahrung bringen können.

Süße Grüße

erreichten mich zwischen den Feiertagen.
Bärbel wusste, dass ich dazu nicht nein sagen kann:

So vollständig sieht das natürlich heute nicht mehr aus. Ich bin schon schwach geworden.

Ein Punk-Elch war auch dabei. Guckst Du:

Nun muss ich aufpassen, dass der nicht zu seinen Kumpels in den Wald läuft.

Hab ganz vielen Dank, liebe Bärbel.

Uddevalla im Advent

An der Autobahnabfahrt nach Uddevalla gibt es ein groooßes  Einkaufszentrum. Mit noch größerem Parkplatz. Da auch in Schweden ganz plötzlich und unerwartet Weihnachten gefeiert wird, und jede Menge Geschenke verschenkt werden müssen, macht sich die Karawane auf den Weg zum Kaufparadies.

Die Läden im Stadtzentrum versuchen dagegen, die Leute zu sich zu locken und haben für eine schöne Adventsbeleuchtung gesorgt. Die Brücken wurden mit großen roten Ballons geschmückt und als ich versucht habe, mit der Kamera die Stimmung einzufangen, spielte das Glockenspiel am Kirchturm „Stille Nacht“. Fehlt nur noch der Schnee.

Weihnachtlich geht es weiter:

Gestern war in Uddevalla der Weihnachtsfackelzug an der Strandpromenade. Mit Musik und einem kleinen Feuerwerk wurde gestartet.

Und dann setzte sich der Zug in langsam Bewegung. Immer am Meer entlang. Viele kleine Lichter ergaben einen langen Fackelwurm.

Unterwegs haben die Lucia-Mädels Weihnachtslieder gesungen und die Theaterklasse eines Gymnasiums hat für Unterhaltung gesorgt.

Am Ziel gabs für alle Bratwurst, Milchreis (gehört traditionell zum Weihnachtsessen), Safran-Muffins und Glögg (Glühwein). Der war natürlich ohne Alkohol.

Zurück gings mit dem Schiff wieder ins Stadtzentrum. Für Kaffee und Süßigkeiten auf dem Schiff hatten die Veranstalter auch gesorgt.

Und nun bin ich in der richtigen Weihnachtsstimmung.
6x werden wir noch wach.

Post aus dem Süden

Obwohl ich mich hier so rar gemacht habe, hat die liebe Paradalis mich nicht vergessen und einen großartigen Geburtstagsgruß in’s Paket gelegt. Meine Neugier über den Inhalt musste ich zügeln, denn erst heute konnte ich das Paket abholen.

Und was war drin? Leicht war das Paket nicht.

Ein Buch vielleicht? 10 Stück Seife? 20 Schokoladentafeln? Alk etwa?

Die erste Auflösung lautet: Lecker Süßigkeiten und ein kunstvoll verpacktes Päckchen im Paket .

Was kann denn in dem schönen Päckchen sein?
Klapper, schüttel, klopfklopf…

Spannung!

Spannung!

Spannung

Spannung!

Trommelwirbel!

Aaah, ein Waffeleisen. Das darf natürlich in keinem schwedischen Haushalt fehlen: das obligatorische Waffeleisen, damit mindestens am Waffeltag auch ordentlich Waffeln gebacken werden können.

Mein Makel ist behoben, dank Paradalis werde ich jetzt vielleicht sogar in den Club der fleißigen Köchinnen und Bäckerinnen aufgenommen.

Hab ganz herzlichen Dank, liebe Paradalis für Deine Überraschung. Die ist Dir wirklich gelungen und ich bin überwältigt.
Ich werde sobald wie möglich die ersten Beweisfotos machen. Das sind dann Waffeln auch für die Augen. (hoffe ich jedenfalls).

Datum auf schwedisch

Welcher Tag ist das:  11-11-11
Der 11. November 2011. Richtig! War ja einfach.

Und welcher Tag ist das: 10-10-11
Der 10. Oktober 2011. Falsch!
Es ist der 11. Oktober 2010.

Man schreibt nämlich das Datum rückwärts. Ich bin mir nicht sicher, ob das schon immer so war oder ob es erst mit der Einführung des Computers begann. Jedenfalls ist es etwas gewöhnungsbedürftig. Und manchmal muss man auch ganz genau hingucken, damit man weiß, welcher Tag denn nun gemeint ist.

„vom 11. Oktober 2010 bis 10. November 2011″
wird in Schweden zu:
„fr.o.m. 10-10-11 t.o.m. 11-11-10″

Alles klar jetzt?

 

 

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.