Autofahren ist ein Vergnügen in Schweden! Innerhalb einer Stunde kommen einem max. 20 Autos entgegen. Keiner hupt oder drängelt. Mal abgesehen von den wenigen Großstädten, gibt es Staus nur in Ausnahmesituationen. Entspannt und ruhig kommt man an seinem Ziel an.
Schweden, Du hast es besser!
Halt, da war doch noch was. Ach ja! Autofahren in Schweden ist mitunter auch etwas wunderlich.
Blitzer werden mit deutlichen großen Schildern rechtzeitig angezeigt. DANKE! 
Da aber so kein Geld in die Staatskasse fließt, gibt es auch mobile Überwachungen. Ist man viiieeel zu schnell, muss man sogar gleich sein Auto stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Nicht so empfehlenswert.
In Schweden gilt, wie auch in Deutschland, rechts vor links bei gleichberechtigten Straßen.
Liebe Ausländer! Vergesst das ganz schnell. Hier nimmt sich nämlich Vorfahrt, wer geradeaus fährt.
Der Blinker ist das wahrscheinlich am wenigsten benötigte Ersatzteil für ein Auto. Wozu blinken? Warte doch, bis Du siehst, wohin ich fahre.
Da auf den Straßen durch die Wälder nur wenig Autos entgegenkommen, fährt man in der Mitte. Das ist ganz praktisch, denn das erweitert die Ausweichmöglichkeiten, wenn Tiere über die Straße laufen. Nur wäre es auch praktisch, wenn man bei Gegenverkehr wieder auf seine Seite fährt – leider nicht immer selbstverständlich. Ich musste schon manchmal den Bauch einziehen und die Luft anhalten
Das Reißverschlussystem funktioniert so gut wie gar nicht. Wenn eine Spur in ca. 1 km aufhört, dann kannst Du nicht einfach in dieser bis zum Anschlag weiterfahren – böse, böse. Nee, stell Dich gefälligst an der anderen an, so wie alle anderen auch. Oder bist Du was Besseres? Na zum Glück ist mein Auto so alt, dass ich in Ruhe nach vorne fahren und mich dann ordnungsgemäß einfädeln kann.
Eine beliebte Unsitte ist – ich krieg soo’n Hals im Auto – weitaus langsamer als die max. Geschwindigkeit zu fahren. Besonders, wenn auf lange Sicht keine Überholmöglichkeit besteht. Und die, die mir aus einer Seitenstraße vor’s Auto fahren und dann ihr Gaspedal nicht finden, sind meine besonderen Freunde. Dabei hätten sie doch warten können; die Straßen sind, wie gesagt, meist leer. Beides kommt sehr regelmäßig vor.
Bemerkenswert ist, dass Du nicht von der Automarke auf den Fahrer schließen kannst. Der Audifahrer hinter mir hält einen ordentlichen Sicherheitsabstand. Der Porschefahrer neben mir an der Ampel kommt nicht aus den Startlöchern. Und der Mercedesfahrer lässt mir die Vorfahrt, weil er nicht weiß, dass er sie eigentlich selbst hat.
Noch was: Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist nicht verboten. Wenn der Vordermann trotz grüner Ampel ordentlich bremst, liegt das nicht daran, dass er farbenblind ist, sondern dass er wohl gerade eine SMS schreibt oder telefoniert.