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Archive for the ‘Aktuelles’ Category

Wenn die Wellen hoch genug schlagen, bekommen ein Lied und ein Gedicht aus dem deutschen Fernsehen sogar einen eigenen – immerhin gut acht Minuten langen – Beitrag in der Kultursendung des schwedischen Radios. Auf der Nachrichten-Seite des schwedischen Fernsehens gibt es einen Teil des X3-Videos mit schwedischen Untertiteln.  Das Gedicht, das sich „buchstäblich und bildlich unter Erdogans Gürtellinie aufhält“, wurde lieber nicht übersetzt.
Gut, wenn man über die wichtigen Dinge aus Deutschland auf dem Laufenden gehalten wird.

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Selbsthilfe

In der Nachbarschaft entdeckt:

Er wartet noch auf seine kalten Kameraden.

Er wartet noch auf seine kalten Kameraden.

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Frag lieber die Kinder

Gestern bin ich in’s nächste Städtchen gefahren, um meine ehemaligen Nachbarn in ihrem neuen Haus zu besuchen. Die Adresse glaubte ich zu wissen und ab ging’s.
Dort angekommen, stelle ich fest, dass der Name der Straße gleich 2x existierte. Man war nicht besonders kreativ und nannte die eine Bergstraße und die andere Bergweg (so ähnlich jedenfalls). Auf diese Falle war ich nicht vorbereitet, ich hatte mir nämlich nur „Berg…“ gemerkt.
Und die Hausnummer?  …  Ähemmmm… ein helles Haus am Berg.  Die Straße wird schon nicht so lang sein.

Weg und Straße, schmal und steil, waren in sich verschlungen und auf alle Fälle länger und verwinkelter als erwartet.
Also anrufen und fragen. Schließlich leben wir in modernen Zeiten.

Mist! Handy vergessen.

Na gut, dachte ich, haste einen Mund, kannste fragen. Bei den paar Hanseln hier hat sich bestimmt herumgesprochen, wo „die deutsche Familie“ eingezogen ist.
Die Gegend war wie leergefegt, keiner kam aus seinem Haus.
Da, ein Auto hält. Jetzt schnell hin, bevor der Fahrer die Haustür erreicht. Anwohner Nummer eins hatte keine Ahnung, freute sich aber, dass er mir ein „Tschüss“ zum Abschied zurufen konnte. Also weitersuchen.
Da, eine Raucherin neben ihrem Auto.
Deutsche Familie, fragte ich.
„Hier?? Nee!! Ich  hab ja früher mal da oben in der Straße gewohnt, aber da gab es keine deutsche Familie.“
Okay, unnützes Wissen, das mir nicht half, also weiter.
Da, ein junger Mann fährt seinen Volvo rasant vor eine Garageneinfahrt. Aber auch Anwohner Nummer 3 wusste nichts.

Konnte es so schwer sein? Hängen die nicht alle hinter ihren Gardinen, wenn wer Neues kommt? Sind doch sonst immer alle so neugierig und wissen alles.
Aufgeben wollte ich aber noch nicht. 

Hinter mir bewegte sich was. Ein kleiner Junge, vielleicht 9 Jahre, radelte auf dem Fahrrad den Berg hinunter. Der wusste bestimmt, wer zu welchen Haus gehört.
Stoooooooopppp! 
„Kennst Du hier eine deutsche Familie mit 2 kleinen Kindern?“
„Ja.“
„Weißt Du, wo sie wohnen?“
Kleine Pause. „Ja.“
Damit war  meine Frage von ihm korrekt beantwortet und ich stellte fest, dass ich die falsche, bzw. nur die halbe Frage gestellt hatte.
Also, „wo denn?“
Dann erklärte er mir was von einem roten Haus, einer Eiche und einem Sandweg. Es war die perfekte Wegbeschreibung. Besser hätte es keiner gekonnt.

Ein Hoch auf die Kinder und ihre scharfe Beobachtungsgabe!

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In den gestrigen Nachrichten war dies die wichtigste Meldung: Schwedens bekanntester Pferdeschwanz ist ab.
Unser Finanzminister Anders Borg, Anzugträger mit Pferdeschwanz, war beim Friseur.

borg

(Foto tagen från Sverigesradio.se)

Wenn Frauen so was machen, wird sofort vermutet, dass da die Beziehung in die Binsen gegangen ist.
Wenn ein Finanzminister das macht, spekuliert man, ob das ein PR-Gag ist.

Auf alle Fälle hat es in den Medien für kreative Wortschöpfungen gesorgt:
Anders Svanslös ->Anders Schwanzlos.
(Lässt man im Schwedischen das v weg, so entsteht ein neues Wort:
sanslös -> unsinnig)

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Ernst des Lebens

Als ich in die Schule kam, sagten meine Eltern feierlich: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“  Als Mahnung hab ich das nicht gesehen. Ich freute mich auf die Schule, nahm sie erst spielerisch, irgendwann später sogar ernst. 
Nach Studium und frohem Studentenleben wiederholten sie den Spruch als mein Einstieg in die Arbeitswelt begann. Der sah schon etwas anders aus als Schule, Ferienjobs, Praktika oder Ernteeinsätze. Das Schlimmste an dem neuen Ernst des Lebens war das frühe Aufstehen. Mit dem Wechsel des Arbeitgebers konnte dieses Problem verringert werden. Aber je mehr Zeit ins Land ging, desto höher wurde das Stressniveau. 

Bis ich eines Tages in Schweden ein neues Leben begann. Die Uhren tickten langsamer. Stress wurde zum Fremdwort. Der Ernst des Lebens wurde zum Spaß, auf den ich mich freute. Ließ er mir doch genügend Freiheit und Freizeit.

Das ändert sich jetzt: ab Montag arbeite ich wieder 40 Stunden pro Woche. Nach 6½ Jahren Abstinenz hat mich der Ernst des Lebens wieder zurück. Es wird eine ordentliche Umstellung werden, den Tag schon vor 6 Uhr zu beginnen, 55 km ins Büro zu fahren (bisher waren es nur schlappe 25 km), am Abend nicht vor 18 Uhr zu Hause zu sein, ein komplett verändertes Arbeitsumfeld zu haben und wieder sehr viel Neues lernen zu müssen. 
Es war Zeit für einen Umbruch. Ich freue mich schon sehr auf den neuen Ernst des Lebens, und den frischen Wind, der ab morgen weht.

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Ohne Wasser

Mein Boot liegt fast auf dem Trockenen.

ausgetrocknet

Beim Aralsee hat’s wahrscheinlich auch mal so angefangen…

Eine wirkliche Gefahr der Austrocknung besteht aber nicht, denn man kann davon ausgehen, dass der Regen nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Dann ist Payday!
Oh je, ich sehe schon wochenlanges nasses Grau auf uns zukommen.

Es wird dann eine Weile dauern, bis der Wasserstand um mehr als einen Meter ansteigt, um auf die für die Jahreszeit übliche Höhe zu klettern.

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Sommerpause beendet

Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang habe ich heute am Abend meinen Kamin geheizt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der Gute hatte ca. 3 Monate Sommerpause – von ein/zwei Unterbrechungen mal abgesehen. 
Nachdem sich aber der Sommer in den letzten Tagen etwas rar gemacht hat, darf der Kamin wieder gemütliche Wärme spenden.

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Dumm gelaufen

Da haben die Krabben, Muscheln und Seesterne in Gustafsberg/Uddevalla nicht schlecht gestaunt als sie diese Woche Besuch von oben bekamen. Ein Pärchen hatte sein Auto am Wasser geparkt, aber keinen Gang eingelegt. Die beiden konnten dann vom Balkon des Cafés zuschauen, wie ihr Auto ins Meer fuhr.

Den ganzen Artikel (auf schwedisch) und weitere Bilder gibt es hier.

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Schlangen in TXL

Gestern, beim Rückflug von Berlin nach Schweden, habe ich auf dem Flughafen Tegel eine neue Tiergattung entdeckt, genauer, ein Reptil aus der Ordnung der Schuppenkriechtiere: eine Schlange. Keine Angst, es war eine ungefährliche:

Die langsam kriechende Schlange vor der Toilette.

Das ist ja nicht ungewöhnlich, denkst Du. Denn die gibt es ja wohl überall: im Theater, am Bahnhof, im Kino, an der Autobahnraststätte, beim Konzert usw.
Überall warten Frauen geduldig vor unterdimensionierten Bedürfnisanstalten.
Aber diese Schlange sah anders aus. Es war nämlich eine Serpens locus secretus virilis!

Die Schlange vor dem Männerklo!

Sehr geehrter Herr Mehdorn, das ist  wohl das deutlichste Zeichen, dass der Flughafen BER endlich eröffnet werden muss.

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Sommer!

Lange haben wir gewartet und endlich war er da, der Sommer!
Gestern, am Dienstag, den 9 Juli fand in diesem Jahr der Sommer statt.
Ein dreifaches Hurra, Hurra, Hurra!

Mein Thermometer zeigte 26 Grad Höchsttemperatur. Das arme Ding musste richtig schwer schuften 😉
Mein See hatte Badetemperatur und so konnte ich sogar ein paar Runden schwimmen.

Der Sommer wurde mit einem Mittagessen am Meer und mit Eis gefeiert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Heute zeigt sich die Sonne noch zaghaft, und sie wird uns sogar erhalten bleiben für eine Weile :), aber die Temperaturen wollen wieder in den Keller und der Wind zeigt, was er so kann!

Ich irre mich aber gerne, denn vielleicht war das ja nur der Anfang, das Vorführmodell sozusagen. Und bald kommt der richtige Sommer und wir schwimmen den ganzen Tag im See oder im Meer,  *träum*, essen Eis, *träum*, befreien die Sommerkleider von ihrem tristen Dasein im Schrank, *träum* und sitzen bis in die Nacht im Garten und schlürfen bunte Mixgetränke, *träum, träum*.

 

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