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Posts Tagged ‘Bohuslän’

Bohusleden Viksjön

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie alte Hängebrücke, über die an einer schmalen Stelle meines Sees der Bohusleden-Wanderweg führt, ist weg. 

Das Schild sagt, dass max. 3 Personen gleichzeitig auf der Brücke sein dürfen. Eigentlich haben aber schon 2 ausgereicht, um das Ding ordentlich zum Schaukeln zu bringen.

Bei hohem Wasserstand mussten die Kanufahrer, die unter der Brücke durch wollten, ordentlich die Köpfe einziehen. 

Die Brücke war über 30 Jahre alt und hat nun ausgedient.

Aber nun – tamtamtam – Überraschung: Es gibt eine neue Brücke!

Die Kanufahrer können jetzt wohl, ohne Beulen am Kopf zu riskieren, ihre Tour aufrecht sitzend fortsetzen. Und ängstliche Wanderer haben nun einen ordentlichen Handlauf zum Festhalten. Die Brücke schaukelt auch noch ein bisschen, denn es ist noch immer eine Hängebrücke, aber das Wilde und Urige ist verschwunden.

Schick, nicht?

Neue Hängebrücke

Danke Västkuststiftelsen.

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Das klare Winterwetter lädt trotz einem eisigen Nordwind zum Winterspaziergang. Es zieht mich nicht in den Wald oder an’s Seeufer, nein, es geht auf den See. Das Eis ist hier und da mit Schnee überzogen und taugt nicht zum Schlittschuhlaufen, aber für einen Spaziergang ist es herrlich!

Noch am UferDie Sonne steht schon wieder etwas flach, aber das Vergnügen kann beginnen.

Die Angler haben ein Eisloch hinterlassen.Ich folgte einer Spur im Schnee und kam an dieses Loch, das ein Angler hinterlassen hat. War natürlich schon wieder zugefroren.

Gras auf dem SeeDas ist ja irre: Auf dem Eis wächst Gras!!!

Schilf!!Na gut, es ist doch nur das tiefgekühlte Schilf vom Vorjahr.

Hinterm Horizont geht's weiterIst doch tatsächlich jemand über das Eis gefahren. Vielleicht zum Angler-Drive-in?

Moderne Kunst oder was?Eine Fichte auf dem See. Was haben sich die Schweden denn dabei gedacht? Moderne Kunst?
Ich treffe die Künstlerin Eigentümerin des angrenzenden Landes ein paar Minuten später – ebenfalls beim sonntäglichen Spaziergang. Ganz schön bevölkert, „mein“ See!

SonnenuntergangIch habe kurzzeitig wieder Land unter den Füßen.

Der Mond ist aufgegangenDie Sonne schickt ihre allerletzten roten Strahlen und es wird wieder kalt. Schnell nach Hause und ein wärmendes Feuerchen im Kamin entfacht!

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Eisloch

„Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es muß doch tragen.“ –
Wer weiß?

                                aus Vom Büblein auf dem Eis
                               
von Friedrich Wilhelm Güll

Trotz Tauwetter vor einer Woche – dem Eis auf meinem See hat es nicht geschadet. Bis zu 25 cm Eis mussten aufgehackt werden, bis das Wasser zum Vorschein kam.
Und weil es schon wieder etwas geschneit hat, hab ich statt der Schlittschuhe die Skier angeschnallt, eine Loipe gezogen und meine Runden auf dem See gedreht. Dazu kam sogar noch die Sonne raus. Ein perfektes Schneevergnügen!

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In Valbo Ryr haben wir einen Sockenverein. Da treffen sich alle Omas und stricken Socken für ihre Familien. Denn im Winter ist es bekanntlich sehr kalt und alle brauchen massenweise dicke Stricksocken.

So ein Quatsch!!!!!

Aber einen Sockenverein haben wir hier wirklich. Der heißt auf gut schwedisch sockenföreningen. Mit Stricksocken, zerlöcherten Socken oder stinkenden Socken hat er allerdings überhaupt nichts zu tun: Der Socken ist Valbo Ryr selbst.

Wie bitte?

Ja, Valbo Ryr ist, wie ganz viele andere Mini-Orte in Schweden, ein Socken. Also nicht mal ein „Kleinort“ oder ein Dorf. Das liegt daran, dass die meisten unserer Häuser mehr als die für einen Kleinort vorgeschriebenen max. 150 m voneinander entfernt stehen. Haha, mitunter liegen mehrere Kilometer dazwischen. Da werden wir also als Kleinort gar nicht geführt. Dabei haben wir sogar mehr als 200 Einwohner 😉
Wir sind eben nur der Socken Valbo Ryr.

Und weil nicht nur die Deutschen für alles und jeden einen Verein gründen, haben die nahen und ferneren Nachbarn hier ebenfalls einen Verein gegründet.
Der sorgte zeitweise für einen Kindergarten oder organisiert verschiedene Feste, Veranstaltungen und Zusammenkünfte.

Über die Anzahl der linken Socken ist übrigens nichts bekannt.

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Im Jahre 1908 wurde für alle Provinzen in Schweden eine typische Blume als Symbol gesucht – die Landschaftsblume. Unsere Blume – also die für Bohuslän – ist das Wald-Geißblatt. Es ist eine duftende Lianen-Pflanze, die aber so zart ist, dass sie Tarzan nicht ins kalte Schweden locken konnte.


Die Gartenversion wird bei uns auch Jelängerjelieber genannt.

 

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Jedenfalls versucht er gerade sein Comeback. (Und Paradalis‘ Herz lacht :))
Nachdem uns der Frühling 3 Wochen lang mit Wärme und Sonne verwöhnte, hat wohl gestern jemand seinen Teller nicht leer gegessen. Heute morgen schneite es dicke Flocken vom Himmel.  Meine Blumen waren sicher genau so erstaunt wie ich.

Meine Glockenblume ist zum Schneeglöckchen geworden:

Die folgenden Bilder sind mit 12 Stunden Zeitunterschied aufgenommen. Gestern Abend um halb neun habe ich die Frühlingsfotos gemacht; heute früh um halb neun die Schneebilder:

Meine Anemoneninsel im Rasen sieht so hier aus:

Manchmal hat die eigene Trägheit auch ihre guten Seiten. Ich habe meinen Schnee-Handfeger noch nicht aus dem Auto geräumt.

„Aber die Sonne  duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben, 
Alles will sie mit Farben beleben“

Na dann mal los, liebe Sonne!

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Der Winter ist offiziell vorbei, auch wenn es noch nicht überall so aussieht. Der Kalender sagt jedenfalls, dass jetzt Frühling ist. Die Natur hängt hier noch etwas hinterher, aber sie gibt sich seit einigen Tagen Mühe, das Versäumte aufzuholen. Der Winter wird sicher nochmal einen Angriff wagen, aber bestimmt nicht mehr sehr weit kommen.

Und so sieht meine Winterbilanz aus:

  • Der Winter dauerte selbst den wintergewohnten Schweden zu lange. Schnee und Eis sind seit Oktober und noch immer unsere Begleiter – wenn auch schon jetzt mit großen Lücken.
  • Mein Auto ist selbst an den kältesten Tagen immer angesprungen. Sicher waren meine aufmunternden Worte vor dem Umdrehen des Schlüssels von entscheidendem Einfluss.
  • Mein Stromverbrauch vom 1. November bis 31. März beläuft sich auf über 7000 kWh.
    Ich habe weder Gas- noch Ölheizung, sondern Strom und Brennholz.
  • Es gab keinen Stromausfall (gab es sonst in jedem Winter). Bei mehr als 12 Stunden Stromausfall bekommt man Geld zurück.
  • Meine Wasserleitung ist nicht eingefroren, die Abwasserleitung auch nicht.
  • Ich musste wegen Glatteis dreimal Teile des Weges vom Haus bis zur Straße streuen (Hügel). Streuboxen sind strategisch am Wegesrand verteilt. Leider waren sie fast leer. Es gibt nur einen privat organisierten Räumdienst, der ist aber nicht für’s Streuen zuständig.
  • Wenn man nicht genug streut, bleibt man am Hügel hängen: mit dem Auto meiner Nachbarn, das sie mir für den Winter geborgt hatten. Das Auto hatte zum Glück eine Abschleppversicherung. Meins hätte keine gehabt…
  • Wenn das Auto im Straßengraben landet, lassen die Schweden es liegen (und kaufen ein neues? ;))
  • Glatteis ist nicht immer sichtbar. Blaue Flecke auf dem Allerwertesten verschwinden erst nach ca. 2 Wochen.
  • Ich habe seit dem ersten Schnee 16 Mäuse gefangen. 2 davon im Wohnzimmer. Die anderen 14 im Pumpenkeller, der inzwischen aussieht, wie ein großes Mäuse-Klo. Maus Nummer 17 hat sich selbst in einem Eimer gefangen.
  • Ich habe keine Erkältung gehabt.
  • Ich war zu selten Ski laufen.
  • Ich war nur einmal auf Schlittschuhen unterwegs. Dafür aber mit beeindruckender Kulisse.
  • Schnee schippen und Eis hacken verursachen Muskelkater und Schulterschmerzen.
  • Der Winter inspiriert zu vielen Fotos. Zu zu vielen.





  • Ein Schneemann bei +1°C und sehr starkem Wind lebt nur eine Nacht.
  • Einen „Gletscher“ vor der Haustür kann man nicht aufhalten. Nicht alle Treppenstufen vertragen Eis.
  • Eiszapfen wachsen auch vor Garagentoren.

  • Es dauert mehr als eine Stunde, ein Auto aus Schnee auszugraben

  • Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären.

Nun soll es endlich Frühling werden!

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