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Posts Tagged ‘Schneemassen’

Der Winter ist offiziell vorbei, auch wenn es noch nicht überall so aussieht. Der Kalender sagt jedenfalls, dass jetzt Frühling ist. Die Natur hängt hier noch etwas hinterher, aber sie gibt sich seit einigen Tagen Mühe, das Versäumte aufzuholen. Der Winter wird sicher nochmal einen Angriff wagen, aber bestimmt nicht mehr sehr weit kommen.

Und so sieht meine Winterbilanz aus:

  • Der Winter dauerte selbst den wintergewohnten Schweden zu lange. Schnee und Eis sind seit Oktober und noch immer unsere Begleiter – wenn auch schon jetzt mit großen Lücken.
  • Mein Auto ist selbst an den kältesten Tagen immer angesprungen. Sicher waren meine aufmunternden Worte vor dem Umdrehen des Schlüssels von entscheidendem Einfluss.
  • Mein Stromverbrauch vom 1. November bis 31. März beläuft sich auf über 7000 kWh.
    Ich habe weder Gas- noch Ölheizung, sondern Strom und Brennholz.
  • Es gab keinen Stromausfall (gab es sonst in jedem Winter). Bei mehr als 12 Stunden Stromausfall bekommt man Geld zurück.
  • Meine Wasserleitung ist nicht eingefroren, die Abwasserleitung auch nicht.
  • Ich musste wegen Glatteis dreimal Teile des Weges vom Haus bis zur Straße streuen (Hügel). Streuboxen sind strategisch am Wegesrand verteilt. Leider waren sie fast leer. Es gibt nur einen privat organisierten Räumdienst, der ist aber nicht für’s Streuen zuständig.
  • Wenn man nicht genug streut, bleibt man am Hügel hängen: mit dem Auto meiner Nachbarn, das sie mir für den Winter geborgt hatten. Das Auto hatte zum Glück eine Abschleppversicherung. Meins hätte keine gehabt…
  • Wenn das Auto im Straßengraben landet, lassen die Schweden es liegen (und kaufen ein neues? ;))
  • Glatteis ist nicht immer sichtbar. Blaue Flecke auf dem Allerwertesten verschwinden erst nach ca. 2 Wochen.
  • Ich habe seit dem ersten Schnee 16 Mäuse gefangen. 2 davon im Wohnzimmer. Die anderen 14 im Pumpenkeller, der inzwischen aussieht, wie ein großes Mäuse-Klo. Maus Nummer 17 hat sich selbst in einem Eimer gefangen.
  • Ich habe keine Erkältung gehabt.
  • Ich war zu selten Ski laufen.
  • Ich war nur einmal auf Schlittschuhen unterwegs. Dafür aber mit beeindruckender Kulisse.
  • Schnee schippen und Eis hacken verursachen Muskelkater und Schulterschmerzen.
  • Der Winter inspiriert zu vielen Fotos. Zu zu vielen.





  • Ein Schneemann bei +1°C und sehr starkem Wind lebt nur eine Nacht.
  • Einen „Gletscher“ vor der Haustür kann man nicht aufhalten. Nicht alle Treppenstufen vertragen Eis.
  • Eiszapfen wachsen auch vor Garagentoren.

  • Es dauert mehr als eine Stunde, ein Auto aus Schnee auszugraben

  • Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären.

Nun soll es endlich Frühling werden!

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Das wäre ja zu schön: alles Eis weggetaut. Nee, so weit isses noch nicht.
Aber ich habe mal heute meine Muskeln spielen lassen und einen schmalen Gang in das Eis gehackt, so dass ich nun ohne Auszurutschen ins Haus komme.

Ja, und ich freue mich auch über die kleinen Dinge des Alltags: das Packeis ist „nur“ noch 12 cm dick (die Perspektive schummelt ein bisschen).

Wenn Deutschland von der ersten Hitzewelle geplagt wird, werde ich vielleicht meine ersten Schneeglöckchen begrüßen.

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Nachdem nun alle nach Schnee gerufen haben, ist er auch hier angekommen. Guckt mal aus meinem Fenster.

Als ich die Haustür aufgemacht habe, bin ich in weicher Watte versunken.

Am Freitag hatte es fast 20 cm geschneit. Weicher schöner leichter flauschiger Schnee. Also Schneeschieber rausholen und losschieben bevor es zu viel wird. Anschließend ab ins Büro:

Nach 25 km auf ungeräumter Straße:

Aber das war alles erst der Anfang. Am Wochenende fegte ein Schneesturm ums Haus und die Welt versank im Schneegestöber. Die Schneepflüge konnten nur noch die wichtigsten Straßen versuchen freizuhalten. Übers Radio kam die Info, dass wir möglichst zu Hause bleiben sollen.
Ich hab mich dann mal wieder mit Schneeschieber & Co. bewaffnet und versucht, den Weg zum Haus freizuhalten. Eigentlich ein ziemlich sinnloses Unterfangen bei dem Wind.
Mit meiner Thermohose und der dicken Jacke fühlte ich mich wie das Michelin-Männchen. Ich sah wohl auch so aus.
Mein zog sein Winterkleid an:

Und Baumeister Wind hat eine Dünenlandschaft erschaffen:

Es schneit übrigens schon wieder…

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Nachdem wir vor 2 Wochen einen kurzen Vorgeschmack auf den Winter bekamen, hat er nun gestern so richtig zugeschlagen. Die ganze Nacht hat es ordentlich gestürmt und ich dachte schon das Haus fliegt zu Alice ins Wunderland. Am Morgen lag Schneepuder im Garten. Naja, dachte ich, das lässt sich aushalten. Das bisschen Schnee ließ sich auch von den Autoscheiben viel einfacher entfernen als die sonst übliche Eisschicht. Schön!
Auf dem Weg ins Büro wurde es etwas mehr Schnee und 2 arme Autofahrer hatten ihre Autos bereits kunstvoll im Straßengraben versenkt. Meine Angebot, sie in die Stadt mitzunehmen, schlugen sie aus, weil sie lieber auf den Abschleppdienst warten wollten.
Es wollte einfach nicht mehr aufhören zu schneien und der städtische Winterdienst war fleißig am Schneehügel-Bauen.
Wie mein Auto später aussehen würde, wollte ich mir lieber nicht vorstellen.

Zum Glück habe ich Asyl in Uddevalla bekommen und musste nicht nach Hause. Wer weiß, ob der Schneepflug überhaupt schon bis da hin gekommen ist. Das Auto aus ca. 15 cm Neuschnee auszugraben, blieb mir aber nicht erspart.

Und das ist alles erst der Anfang!
Es kursieren Gerüchte, dass dieser Winter der Über-Ober-Jahrtausendwinter werden soll. Der schwedische Wetterservice SMHI sagte dazu nur, dass er solche Meldungen nicht rausgegeben hat. Wir werden sehen…

Der Schulbusverkehr wurde in Uddevalla übrigens heute eingestellt. Alle Eltern mussten ihre Kinder selbst abholen. Die Schulen hatten sich schon auf Übernachtungen eingestellt, aber dann waren doch alle Kinder abgeholt. Die hoffen nun sicher, dass morgen früh kein Bus zur Schule fährt.

Obwohl man in einem so nördlichen Land nicht überrascht sein sollte, dass der Winter kommt, gibt es jedes Jahr erst mal Chaos. Nur die Nordschweden scheinen damit besser umgehen zu können. Und viele hier fragen sich, ob man nicht mal von denen etwas dazulernen könnte.

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Es schneit und schneit und schneit. Wir sind im Chaos gelandet.

Einige Orte haben ihre Schulen geschlossen.
Wegen der Schneelasten stürzten schon 2 Dächer in Uddevalla ein.

Mein persönliches Chaos: Ich musste mein Auto ausgraben. Das hat über eine halbe Stunde gedauert. Dann bin ich mit List und Tücke losgefahren und es hat geklappt: ich bin gut im Büro in Uddevalla angekommen.

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