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Archive for the ‘Essen und Trinken’ Category

SpargelDer Beelitzer Spargel hat es am Wochenende bis in die schwedische Provinz geschafft. Der Liebste hat nämlich beim Umsteigen am Berliner S-Bahnhof einen Zwischenstopp beim Gemüsehändler eingelegt.
Die Sicherheitskontrolleure in TXL wunderten sich dann über den eigenartig geformten Inhalt im Handgepäck. Nach einem Blick in die Tasche wünschten sie nur Guten Appetit.

Den hatten wir!
Nun erwarte ich mit Sehnsucht die nächste Lieferung.

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Ich habe mich an lutfisk – Laugenfisch – gewagt.
Und überlebt!
Bisher habe ich einen ganz großen Bogen darum gemacht, weil die geleeartige Konsistenz ziemlich abschreckend aussieht.

Die Idee stammt aus vorkühlschranklichen Zeiten und soll laut schwedischer Wikipedia aus Norddeutschland und den Niederlanden stammen: Man trocknet Fisch (Dorsch) und wenn man ihn essen will, wässert man ihn, legt ihn in Lauge (Soda oder Löschkalk) und wässert ihn wieder um die Lauge rauszuspülen. Dann sind mehr als 2 Wochen vergangen und man kann den Fisch kochen. Um die Prozedur abzukürzen, kauft man den Fisch heutzutage im Supermarkt, wo er als weiße Glibbermasse, eingeplastet im Kühlregal liegt.

Meine Nachbarn waren der Meinung, dass sie mich weiter in nordische Sitten und Gebräuche einführen müssen, und haben mich zum lutfisk eingeladen. Sie hatten extra betont, dass es noch einen Plan B gab, falls das Experiment scheitern sollte.

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Gekochter lutfisk

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Lutfisk – dazu gibt es traditionell Kartoffeln, Erbsen in einer Sahne-Mehlschwitze, Senfsoße und knusprig gebratene Speckwürfel

Fazit: Der Fisch war genießbar. Man könnte sogar sagen, er hat geschmeckt. Wahrscheinlich lag das aber eher an den kräftigen Speckwürfeln und dem anderen Zubehör. Denn der Fisch selbst hatte eigentlich gar keinen Geschmack mehr.
Ein, zwei Gläschen Aquavit haben dafür gesorgt, dass auch der Magen seine Freude an dem ungewöhnlichen Essen hatte.

Wiederholung? Nicht unbedingt notwendig. 
Trotzdem danke liebe Nachbarn für die Erfahrung.

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Aquavit zum Vor- und Nachspülen

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Das ist eines der wichtigsten Wörter, die man in Schweden kennen muss:

fika

Die fika (Betonung bitte auf dem laaaang gesprochenen iiiiii !) ist eine Pause am Vormittag und Nachmittag, in der traditionell Kaffe getrunken wird, es darf natürlich auch Tee sein. Dazu wird eine Kleinigkeit gegessen, meist kleine Gebäckstücke wie zum Beispiel kanelbullar –  aber auch herzhaft belegte Brote können gereicht werden.
Das Wichtigste an der fika ist nicht der Kaffee oder der Imbiss, sondern das Beisammensein mit Kollegen, Freunden, Nachbarn oder der Familie.

20140116_090937Die fika ist eine „soziale Institution“ in Schweden und die tägliche Arbeit, Angelvereinssitzungen, Computerkurse oder ehrenamtliche Arbeitseinsätze sind ohne eine fika undenkbar!

Kennt Ihr den schwedischen Film „Wie im Himmel“? Einer der Chormitglieder sagt bei der Probe, „fika ist auch wichtig“. Der ambitionierte Chorleiter musste sich fügen.

Als ich gestern bei einer Weiterbildungsveranstaltung den Raum betrat, war das Wichtigste am Flipchart zusammengefasst. Thema oder Ablauf der Veranstaltung schienen eine untergeordnete Rolle zu spielen 😉

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Im original: valnötsfylld mjuk pepparkaka.

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Ein leckerer und ganz einfacher Kuchen für die Advents- und Weihnachtszeit.

Teig:
150 g weiche Butter mit 200 g Zucker und 3 Eiern verrühren.
Je 1 Teel. gemahlenen Zimt, Ingwer und Nelken dazugeben. 
240 g Mehl mit 1 Teel. Natron einrühren (Backpulver tuts sicher auch).
150 ml Sahne unterrühren.

Füllung:
100 g gehackte Walnüsse mit 80 g braunem Zucker und 25 g geschmolzener Butter verrühren.

Die Hälfte des Teiges in eine Kastenform (1,5 l) füllen, dann die Füllung dazugeben. Den Rest des Teiges einfüllen.
Bei 175°C ca. 50 Minuten backen.

Fertig ist die schwedische Weihnachtsspezialität.

Guten Appetit und eine frohe Adventszeit wünscht Smultronella.

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Blaubeeren

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Smultronella geht Blaubeeren sammeln, wenn der Sommer schon fast vorbei ist. Na klar, hatten die Elche schon alles aufgegessen. (Essen die überhaupt Blaubeeren?) Ein paar haben sie jedenfalls übersehen und die haben für ein leckeres Morgenmüsli gereicht.

Nächstes Jahr: Früher aufstehen!!!

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Gestern war endlich die Premiere für 2013. Mit einer Freundin habe ich die ersten Pfifferlinge gesammelt.
Es waren noch nicht viele – der Waldboden ist nach dem schönen Sommer noch sehr trocken.

Piiiiiiiiiiiilze

 

Für eine leckere Pilz-Sahne-Sauce zu Spaghetti hat es aber schon gereicht. Und 3 Freunde haben wir auch noch eingeladen, damit die Freude noch größer wurde.

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Ich backe lieber als ich koche. Mit einem 3-Gänge-Menü am Abend würde ich mich eher nicht mit Ruhm bekleckern. Ich krieg es zwar auf die Reihe, aber es ist die blanke Hektik für mich.
Backen ist dagegen die reinste Entspannung.
Besonders, wenn ich – wie heute – das lästige Kiwi-Schälen und -Würfeln dem Liebsten überlassen kann.

Für meine norwegischen Nachbarn, die endlich meinen „Familienzuwachs“ begutachten wollten, hab ich also eine Kiwi-Torte gebacken.  

Beide – sowohl der Liebste als auch die Torte sind glänzend angekommen 🙂

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Zum Nachbacken:
Teig: 125 g Butter, 125 g, Zucker, 2 Eier, 200 g Mehl, 2 Teel. Backpulver, 50 g Schokostreusel bei 200°C backen.
Belag: 5 Kiwi schälen und würfeln, mit 50 g Zucker, 250 ml Wasser, 1 P Van.-Zucker, 1 P Vanillepuddingpulver aufkochen, auf den kalten Boden geben.
Sahne: 250 ml Sahne mit 1 P. Van.-Zucker und 5 Esslöffel Eierlikör schlagen.
Deko: Kiwi und Schokostreusel nach Lust und Laune

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Die schwedische Nationalwurst ist eine Brühwurst namens Falukorv.

Sie besteht aus Schweinefleisch, Wasser!!!, Rindfleisch, Schweinefett, Kartoffelstärke!!!, Salz, Gewürzen (Zwiebel, schwarzer Pfeffer, Muskat, Koriander, Cayenne-Pfeffer), Traubenzucker, Antioxydationsmittel und Konservierungsstoff.
Der Fleischgehalt liegt bei immerhin ganzen 58%!!!

„Erfunden“ wurde die Wurst ungefähr im 16. Jahrhundert im Bergbau. Man brauchte Ochsenhaut, um Seile herzustellen. Aber was sollte man mit dem ganzen übrigen Fleisch machen? Tiefkühltruhen gab es nicht. Also hat man diese Würste hergestellt und geräuchert. Da waren sie über längere Zeit haltbar.

Obwohl man heute Stahlseile hat, wird die Wurst noch immer hergestellt und von den Schweden gern gegessen. Zum Beispiel in Scheiben geschnitten, auf der Pfanne gebraten und dazu gibt’s Kartoffelbrei. Oder man isst sie als Korv Stroganoff (eben die Billigvariante vom Bœuff Stroganoff).

Guten Appetit!

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Vor ein paar Monaten hab ich sie zum ersten Mal entdeckt: die Eier in der Flasche.
Ich weiß nicht, welcher „normale“ Haushalt sowas braucht. Scheinbar keiner, denn bisher hat sich niemand da rangewagt. Lediglich eine Flasche mit Eiweiß hat einen Interessenten gefunden.

Gut zu wissen, dass man sich das Aufschlagen der Eier ersparen kann, falls man mal Freunde, Nachbarn und Bekannte zur großen Eierkuchen-Party einladen sollte…

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Blaubeersuppe

Es ist mal wieder Blaubeerzeit. Die kleinen Dinger verstecken sich aber hartnäckig und man muß ordentlich suchen, bis man eine gute Erntestelle gefunden hat. Aber dann……

Oops, was ist denn das?
Wachsen da im Wald etwa Blaubeeren in Kartons?

Naja – nicht ganz.
Die Blaubeeren müssen erst von fleißigen Händen gepflückt werden, bevor sie als Blaubeersuppe wieder auferstehen können. Dazu werden sie mit Zucker und Stärke gekocht und zerkleinert, so dass eine leicht angedickte Suppe entsteht.

Die Schweden löffeln die Suppe warm oder kalt als Dessert. Ich trinke sie aber lieber etwas unschwedisch aus einem Glas. Geht schneller und man hat mehr Genuß im Mund. Lecker!

Kommt Besuch aus Deutschland, muß ich immer einen kleinen Vorrat im Haus haben.

Also:
nicht vergessen beim nächsten Schwedenbesuch: Blaubeersuppe ausprobieren und nach Deutschland importieren

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