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April April

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April, April, der weiß nicht was er will.
Mal Regen und mal Sonnenschein,
Dann schneit’s auch wieder zwischendrein.
Schirme auf und Schirme zu,
Das Wetter ändert sich im Nu.

Der Kuss

kuss

Es könnte ein Schaf sein, das einen Elefantenrüssel küsst.
Oder etwas ganz anderes.
Zum Beispiel eine Wurzel am Seeufer.

Wenn die Wellen hoch genug schlagen, bekommen ein Lied und ein Gedicht aus dem deutschen Fernsehen sogar einen eigenen – immerhin gut acht Minuten langen – Beitrag in der Kultursendung des schwedischen Radios. Auf der Nachrichten-Seite des schwedischen Fernsehens gibt es einen Teil des X3-Videos mit schwedischen Untertiteln.  Das Gedicht, das sich „buchstäblich und bildlich unter Erdogans Gürtellinie aufhält“, wurde lieber nicht übersetzt.
Gut, wenn man über die wichtigen Dinge aus Deutschland auf dem Laufenden gehalten wird.

Leckerer Saisonstart

SpargelDer Beelitzer Spargel hat es am Wochenende bis in die schwedische Provinz geschafft. Der Liebste hat nämlich beim Umsteigen am Berliner S-Bahnhof einen Zwischenstopp beim Gemüsehändler eingelegt.
Die Sicherheitskontrolleure in TXL wunderten sich dann über den eigenartig geformten Inhalt im Handgepäck. Nach einem Blick in die Tasche wünschten sie nur Guten Appetit.

Den hatten wir!
Nun erwarte ich mit Sehnsucht die nächste Lieferung.

The Swedish Number

Schweden hat seit gestern eine eigene Telefonnummer!

Da muss ich mich nach langer Abstinenz (die sicher auch noch anhalten wird) kurzzeitig zu Wort melden.
Ich möchte nämlich gern ich auf eine Telefonnummer aufmerksam machen:
Die schwedische Telefonnummer!
The Swedish Number!

+46 771 793 336

Wer diese Nummer wählt, wird per Zufallsgenerator an einen Schweden weitergeleitet und kann mit ihm oder ihr über Gott und die Welt oder was auch immer reden.

Die Idee kommt vom schwedischen Tourismusverein.
Vor 250 Jahren, im Jahr 1766, hat Schweden als erstes Land der Welt ein Gesetz über die Pressefreiheit erlassen. Aus diesem Anlass hat nun Schweden eine eigene Telefonnummer bekommen.

Wie das funktioniert, kann man bei www.theswedishnumber.com nachlesen oder man probiert es einfach selbst aus.

Die Statistik zeigt übrigens, dass die Deutschen sehr fleissig von dem Angebot Gebrauch machen. Deutschland liegt auf Platz 5 (Stand 7. April spät am Abend).

Also nichts wie los: seid neugierig und ruft an!

Flaggentag

flagWarum weht am Fahnenmast  vor dem Büro heute die schwedische Fahne und nicht – wie sonst üblich – die unserer Gemeinde, frage ich meine Kollegen als wir nach dem Mittagessen daran vorbeilaufen.
Hmm, müsste man wohl wissen wissen, sagten sie und schauten fragend in die Runde.
Keiner wusste was.
Extra-Gehaltstag, vielleicht?
Königs Geburtstag? Oder Estelles?
Ach, wer weiß, was der König mal wieder angestellt hat….

Viktooorias Naaamenstaaag, rief jemand am Ende des Korridors.
Achsooooooo.

Während man bei Königs feiert, geht das gemeine Volk arbeiten.
Nun denn.

Ich habe mich an lutfisk – Laugenfisch – gewagt.
Und überlebt!
Bisher habe ich einen ganz großen Bogen darum gemacht, weil die geleeartige Konsistenz ziemlich abschreckend aussieht.

Die Idee stammt aus vorkühlschranklichen Zeiten und soll laut schwedischer Wikipedia aus Norddeutschland und den Niederlanden stammen: Man trocknet Fisch (Dorsch) und wenn man ihn essen will, wässert man ihn, legt ihn in Lauge (Soda oder Löschkalk) und wässert ihn wieder um die Lauge rauszuspülen. Dann sind mehr als 2 Wochen vergangen und man kann den Fisch kochen. Um die Prozedur abzukürzen, kauft man den Fisch heutzutage im Supermarkt, wo er als weiße Glibbermasse, eingeplastet im Kühlregal liegt.

Meine Nachbarn waren der Meinung, dass sie mich weiter in nordische Sitten und Gebräuche einführen müssen, und haben mich zum lutfisk eingeladen. Sie hatten extra betont, dass es noch einen Plan B gab, falls das Experiment scheitern sollte.

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Gekochter lutfisk

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Lutfisk – dazu gibt es traditionell Kartoffeln, Erbsen in einer Sahne-Mehlschwitze, Senfsoße und knusprig gebratene Speckwürfel

Fazit: Der Fisch war genießbar. Man könnte sogar sagen, er hat geschmeckt. Wahrscheinlich lag das aber eher an den kräftigen Speckwürfeln und dem anderen Zubehör. Denn der Fisch selbst hatte eigentlich gar keinen Geschmack mehr.
Ein, zwei Gläschen Aquavit haben dafür gesorgt, dass auch der Magen seine Freude an dem ungewöhnlichen Essen hatte.

Wiederholung? Nicht unbedingt notwendig. 
Trotzdem danke liebe Nachbarn für die Erfahrung.

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Aquavit zum Vor- und Nachspülen

Meine Reisen nach Deutschland starte ich seit einiger Zeit von einem norwegischen Flughafen.
Am Freitag bei der Ankunft im Parkhaus fielen mir rote Zettel auf, die bei vielen Autos unter dem Scheibenwischer lagen. Bei genauerem Hinsehen entpuppten sich die Zettel als knallrote Eiskratzer, die die NSB (Norges statsbaner) – also die norwegische Bahngesellschaft – verteilt hatte.

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Nächstes Mal kannst du auch bei uns sitzen.
Willkommen zu Hause. Nimm den Zug.

Auf der Rückseite stand, dass es einen kostenlosen Bustransport vom Bahnhof zum Flughafen gibt.

Leider gibt es keine vernünftige Bus- oder Zugverbindung aus Schweden so dass ich nicht auf dieses verlockende Angebot zurückgreifen kann und den Flughafen weiterhin mit 50 Euro pro Wochenende sponsore. Wie blöd!

Fika

Das ist eines der wichtigsten Wörter, die man in Schweden kennen muss:

fika

Die fika (Betonung bitte auf dem laaaang gesprochenen iiiiii !) ist eine Pause am Vormittag und Nachmittag, in der traditionell Kaffe getrunken wird, es darf natürlich auch Tee sein. Dazu wird eine Kleinigkeit gegessen, meist kleine Gebäckstücke wie zum Beispiel kanelbullar –  aber auch herzhaft belegte Brote können gereicht werden.
Das Wichtigste an der fika ist nicht der Kaffee oder der Imbiss, sondern das Beisammensein mit Kollegen, Freunden, Nachbarn oder der Familie.

20140116_090937Die fika ist eine „soziale Institution“ in Schweden und die tägliche Arbeit, Angelvereinssitzungen, Computerkurse oder ehrenamtliche Arbeitseinsätze sind ohne eine fika undenkbar!

Kennt Ihr den schwedischen Film „Wie im Himmel“? Einer der Chormitglieder sagt bei der Probe, „fika ist auch wichtig“. Der ambitionierte Chorleiter musste sich fügen.

Als ich gestern bei einer Weiterbildungsveranstaltung den Raum betrat, war das Wichtigste am Flipchart zusammengefasst. Thema oder Ablauf der Veranstaltung schienen eine untergeordnete Rolle zu spielen 😉

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