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Posts Tagged ‘schwedische Sprache’

Wie bitte? Tack heißt doch danke, nun heißt es auch noch bitte?
Ganz schön verwirrend. Wann sagt man nun „danke“ und wann „bitte“?

So wird’s gemacht:

Im deutschen Restaurant: „Einen Kaffee, bitte.“
Im schwedischen Restaurant: Einen Kaffee, danke.“

Ja, danke. Nein, danke.
Verwirrend wird es, wenn ein Schwede nach Deutschland kommt:

„Möchtest Du noch einen Kaffee“, fragst du.
„Hhhmm, danke!“, antwortet er.
Du verstehst womöglich „nein, danke“, und seine Tasse bleibt leer. Und das, obwohl der Schwede „ja bitte“, gemeint hat.

Bitte heisst übrigens varsågod, aber das benutzt man nur selten.
Tack ist nie verkehrt.

Dass ich schon eingeschwedet bin, habe ich neulich in Berlin feststellen müssen.
Ob ich eine Tragetasche wolle, wurde ich im Geschäft gefragt. „Danke“, sagte ich ganz freundlich  –  und bekam keine Tasche.

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Die Schweden sind ein sehr dankbares Volk. Wahrscheinlich ist tack das am häufigsten benutzte schwedische Wort.

Einfach tack reicht oft nicht aus. Da schiebt man sicherheitshalber noch ein tack så mycket (danke sehr) hinterher. Oder ein tusen tack (1000 danke). Die Devise ist: viel hilft viel.

Nach Mahlzeiten oder wenn Besuch wieder nach Hause geht, gibt es regelrechte Danksage-Orgien:
„Danke für das Essen.“ – „Danke, dass es geschmeckt hat.“
„Danke, danke, für die Einladung.“ – „Danke für den Besuch. Danke, dass ihr gekommen seid.“ – „Danke“

Wenn man den Gastgeber dann das nächste Mal trifft – zufällig oder geplant nach einem Tag, einer Woche oder mehreren Monaten – dankt man schön artig: „Tack för senast.“ (Danke für letztens.) Es gilt als unhöflich, wer das vergisst.

Tack! Danke, dass Du hier gelesen hast. Tusen tack!

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Die Schweden haben für ihre Sprache – wie so viele andere Europäer – bei den Franzosen eine Menge abgekupfert. Um späteren Rechtschreibreformen entgegenzutreten hat man die Wörter gleich konsequent eingeschwedet.

toalet  – Toilette
nivå – Niveau ( das schwedische å wird wie unser o ausgesprochen)
byrå – sprich Büro – bedeutet Kommode
depå – Depot
fåtölj – Fauteuil (Sessel)
balkong, betong, restaurang, salong…..
trottoar – Trottoir (Bürgersteig)
frisör – das darf man wohl jetzt auch auf deutsch so schreiben
portmonnä – Portemonnaie, neudeutsch: Portmonee *grrrr

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Die Liste lässt sich fortsetzen.

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Die Schweden sind nicht verlegen, wenn es darum geht, sich Wörter aus anderen Sprachen zu eigen zu machen.

Aus der englischen Sprache wird viel importiert und wenn man die Wörter liest, kann man sie auch wunderbar verstehen:

Zum Beispiel „lunch“, „muffin“, „bluff“ oder „konsult“.

Obwohl fast alle Schweden sehr gut englisch sprechen, haben sie für diese Wörter die schwedische Aussprache gewählt, und sprechen die Wörter so, wie sie da geschrieben stehen, also mit U!

Weitere englische Wörter sehen auf den ersten Blick komisch aus, aber das nur, damit die englische Aussprache erhalten bleiben kann:

„tape“ wird zu „tejp“ (Klebeband)
„e-mail“ wird zu „mejl
„rave“ wird zu „rejv“ (Musik)
„date“ wird zu „dejt“

Andere englische Wörter hat man eingeschwedet und die sehen nicht nur wunderlich aus, sondern hören sich auch so an:

Aus dem englischen „tough“ wurde ein schwedisches „tuff“. Aussprache wie oben, mit U.
Aus dem englischen „cool“  im Sinne von „Prima oder wow!“ wurde ein schwedisches „kul“. Sprich „kühl“.

Das hört sich dann auf alle Fälle nicht mehr so cool an. Aber man kann sich auch daran gewöhnen.

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