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Archive for the ‘Reise’ Category

Bahnwerbung in Norwegen

Meine Reisen nach Deutschland starte ich seit einiger Zeit von einem norwegischen Flughafen.
Am Freitag bei der Ankunft im Parkhaus fielen mir rote Zettel auf, die bei vielen Autos unter dem Scheibenwischer lagen. Bei genauerem Hinsehen entpuppten sich die Zettel als knallrote Eiskratzer, die die NSB (Norges statsbaner) – also die norwegische Bahngesellschaft – verteilt hatte.

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Nächstes Mal kannst du auch bei uns sitzen.
Willkommen zu Hause. Nimm den Zug.

Auf der Rückseite stand, dass es einen kostenlosen Bustransport vom Bahnhof zum Flughafen gibt.

Leider gibt es keine vernünftige Bus- oder Zugverbindung aus Schweden so dass ich nicht auf dieses verlockende Angebot zurückgreifen kann und den Flughafen weiterhin mit 50 Euro pro Wochenende sponsore. Wie blöd!

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Suchbild

Das Foto aus sonnigeren und wärmeren Tagen zeigt einen Seiteneingang der Kirche von Högsäter.
Aber Moment mal, da fehlt doch was! Guck mal genau hin. Es fehlt!!

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So, übrigens, sieht die Kirche -erbaut 1902 – von innen aus:

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Schon das fehlende Detail aus dem ersten Bild entdeckt?

Der aufmerksame Betrachter hat natürlich gleich erkannt, dass das Fallrohr der Regenrinne fehlt.
Natürlich war das kein Kunststoffrohr, sondern eines aus begehrlichem Kupfer. Ja, auch in Schweden schrecken Diebe leider vor nichts mehr zurück. Nicht mal, wenn man damit rechnen muss, dass einer von oben alles sieht.

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Auf der Insel Hållö vor Smögen entstand aus einem ehemaligen Maschinenhaus eine ökumenische Kapelle
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Auf aufwendige Innenausstattung konnte verzichtet werden. Statt Altar- und Wandbildern steht hier die wilde und rauhe Natur für die Gestaltung.

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Vor ein paar Tagen bin ich mit der Fähre nach Deutschland gefahren. Ich bin sogar rechtzeitig in Trelleborg angekommen, um mir einen kostenlosen Parkplatz zu suchen. Am Fährhafen wollen sie 80 Kronen (über 9 Euro) pro Tag. Halsabschneiderei!

Am Hafen in Trelleborg kauf ich mir ein Ticket und gehe in den Warteraum. Oft sitzen da nur ein paar Hanseln. Diesmal ist er schon gut gefüllt mit Pendlern, die in Schweden arbeiten. Endlich kommt der Hafenbus, der uns zum Schiff bringt. Dort empfängt uns ein Fahrkartenkontrolleur, der in alter Manier ein kleines Loch ins Ticket knipst. Aber mit der Kontrolle nimmt er es leider nicht so genau!

An Bord ergattere ich einen der bequemen Sessel und breite mein Sammelsurium aus. Buch, Musik, Sudoku, Essen, Trinken – eben was man so braucht, um eine 6-stündige Reise zu überleben.

Nach einer halben Stunde heißt uns der Kapitän auf der Fahrt nach Sassnitz!!!???!!! willkommen. Er ist wohl etwas durcheinander, der gute Mann, denn wir fahren nach Rostock. Als er die Ansage auf englisch wiederholt, redet er wieder von Sassnitz. Ist er doch nicht durcheinander??? Naja, er wird wohl wissen, wohin er fährt. Ich muss das mal untersuchen!

An der Information krieg ich dann die Bestätigung: die Fahre fährt nach Sassnitz. Und nun??? 
Ich zeige der netten Dame meine Fahrkarte. Da steht eindeutig Rostock drauf. Sie ruft irgendwo an. Ich schicke meinem lieben Abholer eine sms, dass er eine Fahrt nach Sassnitz „gewonnen“ hat.
Als Entschädigung gibt mir die Fährgesellschaft einen Gutschein für eine Fahrt Trelleborg-Rostock-Trelleborg.

Es hätte schlimmer kommen können. Zum Beispiel, wenn ich auf eine Fähre nach Polen oder ins Baltikum geraten wäre.
Und dass die Reise schon nach 4 Stunden vorbei war, war jedenfalls von Vorteil.

Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht die erste bin, der so ein Missgeschick passiert. Denn woher sollte sonst der Ausdruck kommen: Ich bin auf dem falschen Dampfer!

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Anfang Oktober wusste ich, dass mir im Dezember hier etwas zum Vorweihnachtsglück fehlen würde und habe einen Flug nach Berlin gebucht, um mich mit Freunden auf einem der vielen Weihnachtsmärkte zu treffen. Ich brauche meine alljährliche Portion Glühwein.
Es kam noch ein bisschen Shopping dazu und eine kleine Familienfeier und dann wollte ich mich schon wieder auf den Rückweg machen. Der wurde allerdings zu einem Hindernislauf.

Die Kurzfassung der 24-Stunden-Flughafen-Berlin-Tegel-Story:
Pünktlich einchecken.
15 Minuten nach geplanter Abflugzeit informiert werden, dass der Flug eingestellt ist.
Reisetasche abholen und wieder nach Hause fahren.
Am nächsten Vormittag wieder nach Tegel fahren und feststellen, dass jede Menge Flüge gestrichen sind und sich vor den Ticketschaltern endlose Schlangen winden.
Pünktlich einchecken und die Leidensgenossen vom Vorabend begrüßen.
Neue Freundschaften schließen.
Irgendwann informiert werden, dass der Flug 3,5 Stunden verspätet ist.
Nach 3 Stunden feststellen, dass der Flug wieder eingestellt ist.

Umbuchen, Gepäck abholen, erneut einchecken.
Vom Restaurant aus den leeren Flughafen beobachten und hoffen.
Den Abflugmonitor hypnotisieren, dass da nicht wieder ein „cancelled“ auftaucht.
Das Wunder geschieht, wir dürfen fliegen.
Unter Applaus startet das Flugzeug.
Mit gut 24 Stunden Verspätung kurz vor Mitternacht in Göteborg gelandet.
Verhaltener Applaus.

Und warum der Stress? Weil es nicht genügend Enteisungsmittel gab. Ganz schön traurig. („Typisch“,  hätten böse Zungen gelästert, wenn sowas vor über 20 Jahren auf SXF in Ostberlin passiert wäre.)

Zu Hause am Tag darauf war’s dann wieder so weit für eine Stunde Archäologie-Grundkurs: Ausgraben eines Autos.

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Letzte Woche war ich mit meinem Chef mal wieder in Norwegen, um einen Kunden zu besuchen (die Norweger haben einfach mehr Kohle). Bis 23 Uhr wird geplant, gerechnet, geträumt (vom neuen Haus), Kaffee getrunken, erzählt und die nächtliche Aussicht auf den Oslofjord bestaunt. Endlich geht’s heimwärts. Das Benzin reicht vielleicht nicht mehr bis ins billigere Schweden, also noch schnell tanken.
Doch dann, was ist das? Das Auto startet, aber der Motor geht sofort wieder aus? Haha Diesel eingefüllt? Nee, auf dem Kassenzettel steht Benzin. Das kann’s nicht sein. Aber was? Benzinpumpe? Dabei hat doch das Auto mit dem Stern keine Panne.
Und nun? Pannendienst anrufen. Und warten. Und warten. In 10 – 15 Minuten soll jemand kommen…
Es ist inzwischen Mitternacht und die Tankstelle ist eiskalt, leer und langweilig.

Beeindruckt von den Tampons zwischen Kaffee, Tomatensuppe und Kartoffelbreimehl, fange ich an, die Regale zu fotografieren.

Die Trucker-Ecke:

Im Wurstregal gefunden:

Hochglanz-Magazine auf norwegisch:

Das Regal mit der größten Anziehungskraft:

Nach gefühlten 2 Stunden, kommt endlich das Falck-Auto und die Hoffnung, dass wir bald weiterfahren können:

Jeder erneute Versuch, das Auto zu starten, schlägt fehl. Mit etwas Zauberspray soll der Motor überzeugt werden, sich seiner Aufgabe wieder bewusst zu werden. Nix! Aber man kann ja noch die Sicherungen prüfen. Erst suchen, denn die sind gut unter der Motorhaube, im Fahrgastraum und im Kofferraum versteckt. Gefunden! Wieder nix!

Es bleibt also nichts weiter übrig als das Auto Huckepack zu nehmen und 80 km nach Strömstad (Schweden) zu fahren.

Dort wird es vor eine Werkstatt gestellt. Wir kriegen eine Hotelübernachtung, denn früh um 4 Uhr lässt sich kein Mietwagen auftreiben. Den gibt es erst am nächsten Morgen. Dann werden erst mal alle Vormittagstermine verschoben und anschließend wird ausgiebig gefrühstückt bevor wir immer noch todmüde nach Uddevalla ins Büro fahren.

Das war übrigens mal eine sehr spezielle Art und Weise, in den Geburtstag hinzufeiern…

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Der Zufall hat mich heute auf die Insel Rossö geführt.
Im Sommer sicher bevölkert, ist es im Herbst ein eher ruhig-beschauliches Plätzchen. Man könnte auch sagen: es ist rein gar nichts los.
Aber vielleicht hat gerade das den Charme an diesem kalten und windigen Tag ausgemacht.
Am Hafen liegen noch ein paar Fischerboote insbesondere für den Hummerfang.

Mit diesen Fallen werden die Hummer gefangen:

Die Insel ist der „Eingang“ zum Nationalpark Kosterhavet, dem ersten Meeres-Nationalpark in Schweden.
Es leben ca. 230 Leute ständig auf Rossö. Gern würde ich ein altes Haus dort kaufen und die 231. Anwohnerin werden.

Vor dem Dunkelwerden konnte ich noch ein paar Fotos machen.
Hier: der Blick auf die Nachbarinsel.

Ein Haus am Hafen:

Detail an einem typischen Haus an der Westküste:



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